Unvergessliche 10-tägige Hundeschlittenexpedition im Sarek Nationalpark

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Hundeschlitten, Schweden, Zelten

Die 10-tägige Hundeschlittentour war einfach unbeschreiblich schön!
33 Hunde – 5 Schlitten  – 5 Personen – 250 km – Schnee – Sonne – Sturm.

Schon bei unserer Ankunft am Vortag der Tour waren die Hunde vor Ort und genossen einen Ruhetag in der Sonne. Morgens ging es für uns los mit dem Verstauen des Gepäcks, einer kleinen Einführung zur Bedienung des Schlittens und der Zuteilung der Hunde. Jeder von uns Expeditionsteilnehmern erhielt 6 Hunde für den eigenen Schlitten. Unser Guide spannte sogar 9 Hunde vor seinen Schlitten.

Ich hatte das Glück zwei besonders zuverlässige „leading dogs“, Atlas und Uschi, zu erhalten. In der zweiten Reihe folgten Altan und Etti. Den Abschluss bildeten Ina und Zipp. Wie sich später herausstellte, war Zipp der mit Abstand Neugierigste der insgesamt 33 Hunde. Atlas, mit seinem komplett weißen Fell der hübscheste Hund, hatte immer eine eigene Vorstellung von der kürzesten Route. Uschi hatte traumhaft klare, blaue Augen und führte neben Atlas das gesamte Gespann an. Altan war immer zum Kuscheln bereit, warf sich begeistert auf den Rücken und streckte mir seine Pfoten entgegen. Ina und Etti stellten sich als absolute Profis für Selfies heraus.

Jeden Morgen versorgten wir unsere Hunde zum Frühstück mit Wurst, die Geschirre wurden angezogen, die Pfoten kontrolliert, das Lager abgebaut und die Hunde angespannt. Los ging es auf unsere Tagesetappe, ca. 20-40 km pro Tag. Je nach Länge der Strecke legten wir am Vormittag und Nachmittag eine Kaffeepause sowie eine zusätzliche Mittagspause ein. Auch hier wurden die Hunde mit Wurst versorgt. Selbst stärkten wir uns mit Broten, Suppe, Gebäck und Schokolade. Bei den Minustemperaturen war das Einpacken in dicke Jacken während der Pausen Pflicht. Nach der Ankunft am Abend versorgten wir zuerst unsere Hunde. Danach wurden die Zelte aufgebaut, Essen gekocht, die Hunde mit Fressen versorgt und bei Sturm kleine Schutzlöcher für jeden der 33 Hunde gegraben. Bei kalten Nächten wurden einzelne Hunde zusätzlich mit Decken versorgt. Insbesondere die klaren Tage mit Sonnenschein brachten die kalten Nächte mit sich. Ein schöner Effekt – wir konnten das Polarlicht über unseren Zelten beobachten und anschließend in unsere Schlafsäcke kriechen.

Unsere Verpflegung war recht abwechslungsreich: von Elch über Rentier, Fleischbällchen und Lachs war alles dabei. Bei dem Transport der Lebensmittel waren die dauerhaften Minustemperaturen einfach von Vorteil und der Transport der Lebensmittel kein Problem.

Die 10 Tage gingen viel zu schnell vorbei. Bei der Verabschiedung von den Hunden flossen Tränen: Atlas, Uschi, Altan, Etti, Ina und Zipp – DANKE für diese unvergessliche Reise!

Route: Saltoluokta – Sitojaure – Bielavallda –  Skaria – Rappadalen – Laitaure – Aktse – Tjaktjajaure  – Sitojaure –  Pietsaure / Slugga – Saltoluokta

Dauer: 10 Tage / 9 Übernachtungen davon 5 Nächte in Hütten und 4 Nächte im Zelt plus eine Extra-Nacht in der STF Fjällstation Saltoluokta

Tipps:

  • Wir sind bereits einen Tag vor Beginn der Tour angereist und hatten somit genug Gelegenheit die Umgebung von Saltoluokta  mit Schneeschuhen zu erkunden. Auch nach der Tour würde ich einen Verlängerungstag empfehlen. Meist liegen zwischen Hundeschlittentouren Ruhetage für die Hunde. Der zusätzliche Tag ermöglicht also einen Zusatztag mit den Hunden und genug Zeit für eine ausführliche Verabschiedung!
  • Unsere Hundeschlittentour „Explore Sarek“ mit Jokkmokksguiderna kann ich absolut empfehlen. Unsere Hunde waren sehr gut erzogen, ruhig und ausgeglichen.
  • Mein persönlicher Ausrüstungstipp – mein neuer Daunenrock von Fjällräven. In den Pausen war der Rock schnell übergezogen. Ich konnte mich problemlos in den Schnee setzen und hatte gleichzeitig durch den Rock eine Ablage/Tisch direkt vor mir. Die Männer haben mich darum beneidet. (-:

2 Kommentare

  1. Vielen Dank – tolle Bilder! Eine Fahrt mit Hundeschlittenschlitten steht auch auf meiner Wunschliste. Ist das Steuern des Hundeschlittens kompliziert?

    • Liebe Sabrina,
      wir haben zu Beginn der Tour eine kurze Einführung erhalten und konnten danach direkt selbst losfahren. Die Anspannung war zunächst groß, aber mit der Zeit wurde ich viel sicherer. Insbesondere in dichten Wäldern, an Berghängen oder in Schräglagen ist bei der Fahrt volle Konzentration gefordert.
      Viel Spaß bei Deiner ersten Hundeschlittentour,
      Kristina

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